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Das königliche Spiel - Teil 1 - Der Namensgeber

Gavin GueldenpfennigDer Namensgeber Habt ihr euch auch schon mal gefragt, wie alt eigentlich das Schachspiel ist, ob es immer schon so aussah wie heute und woher es kommt? Nun dann spitzt mal in den restlichen Sommerferien schön die Lauscher. Wir erzählen euch nämlich demnächst einige Anekdoten aus der Geschichte des Schachs und erklären euch ganz nebenbei noch einige bis heute gültige und einige veraltete und zum Teil skurrile Regeln. Zunächst aber wenden wir uns demjenigen zu, um den es beim Schach eigentlich geht. Dem König. Solange, wie es das Schachspiel an sich gibt und in wahrscheinlich allen Varianten die existieren, geht es darum, den König des Gegners zu entblößen oder bewegungsunfähig zu machen. Er war es auch, der dem Schachspiel auf Umwegen seinen Namen gab. Als nämlich die Araber im 7. Jahrhundert bei ihrer Eroberung Persiens ein Spiel namens "Chatrang" (das Ur- Schach) kennenlernten, benannten sie den "Radscha" (König) in "Schah" um. So wurde aus dem "Chatrang" "Schatrandsch" und später aus dem arabischen Wort "Schah" (ausgesprochen: "Schach"), dann im Deutschen schließlich unser heutiges Wort Schach. Während sich die Zugrechte der meisten Figuren über die Jahrhunderte hinweg massiv veränderten, durfte sich der König schon immer nur ein Feld weit bewegen, wohlgemerkt in jede beliebige Richtung. Im Mittelalter galt es nun aber auch in Europa als üblich, dass ein König in einer Schlacht in Sicherheit gebracht wurde und dies, ohne dabei seinen Helfern im Weg zu stehen. Das übertrug man schließlich auch auf das Schachbrett und so kam der sogenannte Königssprung hinzu. Der König durfte nun ab dem 13. Jahrhundert in seinem ersten Zug auf ein Schutzfeld springen. Diese zwölf Felder waren: c1, c2, c3, g1, g2, g3 für weiß sowie c6, c7, c8, g6, g7, g8 für schwarz. Aus diesem Königssprung entstand dann im 16. Jahrhundert die bis heute gültige Rochade. Im Schachdorf Ströbeck gab es jedoch bis ins frühe 20. Jahrhundert hinein noch zwei Kuriositäten: 1. Im regulären Schach durfte der König nicht rochieren. 2. Im in Ströbeck populären "Kurierschach" spielte man mit zwei Königen pro Farbe. (365)

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