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Ein Schachzwerg namens Los Alamos

Gavin GueldenpfennigAktuell beschäftigt die Eltern unserer kleineren Schachzwerge, die insbesondere in der Altmark und im Süden der Stadt mit großem Eifer auch zu Hause üben, vor allem eine Frage: „Wie kann ich meinem Kind zu Hause helfen, das im Unterricht gelernte zu festigen und zu vertiefen und welche Figuren kann es schon bewegen?“ Helfen tut hier unter anderem der Name „Los Alamos“. Der Name jener Stadt, in der nicht nur die ersten Atombomben gebaut wurden, sondern in der 1956 auch die ersten Computer von Paul Stein und Mark Wells das Schachspielen lernten. Damals ging es den Computern, wie den Anfängerschachkindern heute. Sie schafften es einfach nicht, das große Spielfeld zu überblicken und alle Figuren mit in ihre Überlegungen einzubeziehen. Das überforderte sie einfach. Daher verkleinerte man damals für sie das Schachbrett auf 6 mal 6 Felder, was zunächst wahlweise auch noch auf 5 mal 5 reduziert werden konnte und setzte ihnen nach und nach immer mehr Figuren vor die Nase. Waren es anfangs nur Turm, Springer, König und je fünf Bauern, so kamen später dann auch noch die Dame und der Läufer dazu. Später folgten auch der Doppelschritt des Bauern und die Rochade, sowie das en- passant- Schlagen. Und siehe da, so konnten auch die Computer immer besser mithalten und lernen. Freilich ist die Reihenfolge des Figurenerlernens beim Kinderschach (im Regelfall: Turm, Läufer, König, Dame, Bauer, Springer) eine andere als vor gut 60 Jahren bei den Computern, aber das Prinzip ist das gleiche. Man erlernt eine Figur auf spielerische Art und Weise (zum Beispiel mit dem Bauernschmaus oder dem gefräßigen Springer oder dem Papageienmatt), stellt sie zu den anderen auf das Brett und vertieft die Zugweise. Erst wenn das geschafft ist, kommen die nächsten Figuren dazu. (295)