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Schachzwerge - Weihnachtsgeschichte

Gavin GueldenpfennigSo langsam wird es dunkel. Es duftet in den Häusern nach Plätzchen und wenn nicht die Gans im Ofen brennt, dann weihnachtet es euch vermutlich schon.... Wir wünschen allen Schachzwergen, Eltern und Großeltern ein besinnliches Fest und einen fleißigen Weihnachtsmann! Bis zur Bescherung könnt ihr euch ja die Zeit noch mit etwas weihnachtlicher Schachzwerge - Literatur vertreiben... --------------------------------------------------------------------- +++ Schachgeschichte zu Weihnachten +++ ++ (nach einer Erzählung von Marcel Schulz) ++ Jeder kennt doch das Lied: „In der Weihnachtsbäckerei, gibt es manche Leckerei. Zwischen Mehl und Milch macht so mancher Knilch eine riesengroße Kleckerei in der Weihnachtsbäckerei, in der Weihnachtsbäckerei!" Doch weiß eigentlich jemand, was die Bäcker in der Pause getrieben haben? Natürlich, sie spielten Schach und daraus entwickelte sich eine der spannendsten Partien in der Geschichte des Schachspiels. Aber alles der Reihe nach. Es war einmal.... eine kleine Bäckerei nicht weit entfernt von Magdefort. In Magdefort lebten die Menschen glücklich, zufrieden und eiferten Berufstaten nach. Manch einer ging morgens zum Kartoffelfeld um nach der Kartoffelsaat zu schauen. Manch anderer ging in die Bäckerei um die Brote und Süßspeisen vorzubereiten und das zu jeder Jahreszeit, egal ob Frühling, Sommer, Herbst oder Winter war. Und im Winter war das Schuften besonders hart, weil Weihnachten vor der Tür stand. Eines Jahres passierte an einem 24. Dezember etwas Außergewöhnliches. In der Weihnachtsbäckerei sorgte das Läuten der Glocken für die wohlverdiente Mittagspause. Alle legten ihre Bäckerhüte sowie die Bäckerschürze beiseite und trockneten ihre schwitzige Stirn mit einem Handtuch ab. Einige von ihnen aßen etwas um sich zu stärken, andere beschäftigen und unterhielten sich. Bis auf zwei. Die holten stattdessen ein kariertes Schachbrett mit 16 weißen und 16 schwarzen Figuren hervor. Anfangs belächelten die Kollegen das Geschehen, aber das sollte sich schnell ändern. Die beiden Schachspieler schüttelten sich die Hände und weiß eröffnete die Partie mit dem Königsbauern. Weiß hatte klar die Initiative und Schwarz war nur in der Verteidigung. Es entwickelte sich eine spannende Partie, in welcher sowohl das Schäfermatt als auch diverse Mattideen auf h2 verhindert wurden. Weiß war schon fast am Verzweifeln und stützte seinen Kopf auf seine Hände. Die Schweißtropfen seines Gegners verringerten sich und der schwarze Spieler nickte zunehmend optimistisch mit seinem Kopf. Daraufhin verzweifelte der Weiße noch mehr. Die anderen Kollegen schauten nun beiden Spielern über die Schultern und konnten gar nicht fassen, dass dieses königliche Spiel so viele Emotionen auslösen konnte, geschweige denn, dass es so spannend sein konnte. Alle standen und keinen hielt es mehr auf den Plätzen. Der schwarze Spieler gewann immer mehr Figuren, egal ob Bauer oder Springer und dabei wirkte es schon fast so, als ob der schwarze Spieler mit seinen Figuren reden konnte und die ihm immer sagten: „Setze mich, ich will mitspielen und den Gegner ärgern!“ Der schwarze Spieler agierte wie ein großer König von außen und befahl seinen Figuren mit klaren Ansagen, was sie zu tun hatten. Merkwürdig dabei, die Figuren zogen schon so gut wie von alleine. „Bauer von b5 auf b6, Läufer schlägt von c7 auf h2, Schach!“ Es wirkte so als wäre der weiße Spieler zunehmend verunsichert. Trotzdem entwickelte sich plötzlich ein kleines trügerisches Lächeln auf den Lippen des weißen Spielers. Von außen war es noch nicht zu erkennen und Schwarz wurde derweil immer energischer und nahm eine weiße Figur nach der anderen weg - bis auf den König. Schwarz drohte sogar schon sich seine Dame wieder zurück zu holen. Der weiße König rettete sich im letzten Moment noch in eine Ecke, weit entfernt vom Umwandlungsfeld des schwarzen Bauern. Und just da passierte es! Der schwarze Spieler wünschte sich eine Dame: „Bauer b2 auf b1 und werde zur Dame! Haha!“ lachte Schwarz. Doch da stand plötzlich der weiße Spieler auf, murmelte etwas vor sich hin und fing ebenfalls an zu lachen. Laut rief er: „Ha, das ist Patt!“ Alle Kollegen sowie der schwarze Spieler schauten verdutzt aus der Wäsche und überprüften die Möglichkeiten des weißen Königs. Es führte kein Weg daran vorbei! Es war Patt! Der schwarze Spieler ärgerte sich und das zu Recht. Dann ertönte die Glocke und die Pause war vorüber. Alle fingen wieder an zu arbeiten und sangen: „In der Weihnachtsbäckerei, gibt es manche Leckerei. Zwischen Mehl und Milch macht so mancher Knilch eine riesengroße Kleckerei in der Weihnachtsbäckerei, in der Weihnachtsbäckerei!" Doch weiß eigentlich jemand, was die Bäcker in der Pause getrieben haben? Ich weiß es nun und freue mich jetzt schon auf das nächste Weihnachten! Ihr auch? (807)

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