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Schachzwerge erhalten Qualitätssiegel

Gavin GueldenpfennigWährend derzeit viele Vereine der Region Magdeburg mit Mitgliederschwund zu kämpfen haben, streben die Schachzwerge Magdeburg diesem Trend entgegen. Der Verein betreut derzeit nicht nur mehr als 30 Schulen und Kindergärten in und um die Landeshauptstadt, sondern ist mit fast 700 Mitgliedern auch einer der größten in der gesamten Bundesrepublik. Lediglich der Hamburger Schachklub, Deutschlands ältester Schachverein schafft es immer wieder mal kurzzeitig im Mitgliederranking des Deutschen Schachbundes vorbeizuziehen. Im Bereich „Jugendabteilung“ jedoch haben die sachsen- anhaltinischen Elbestädter jene aus dem hohen Norden zahlenmäßig längst abgehängt und auch kein anderer Schachclub in Deutschland kommt an die Leistungen der Schachzwerge im Bereich Kinder- und Jugendförderung mehr heran. Längst überfällig war daher die Verleihung des entsprechenden Qualitätssiegels der Deutschen Schachjugend „TOP- Schachverein: Kinder- und Jugendschach“ an den Magdeburger Verein unter Leitung von Jens Windelband, Thomas Rößler und Michael Zeuner. Damit sind die Schachzwerge der erste Schachklub in Sachsen- Anhalt überhaupt, der mit dieser Auszeichnung prämiert wurde. Diese behält ihre Gültigkeit bis zum Jahr 2021. Aktuell tragen dieses Prädikat ansonsten nur drei weitere Vereine im Bundesgebiet. Relevant für die Verleihung des Siegels sind neun verschiedene Kriterien, wie beispielsweise kinderfreundliche Vereinsaktivitäten und die Kooperation und Kommunikation des Vereins mit Schulen und Eltern. Die überwiegende Anzahl der vorgegebenen Anforderungen muss in ausgezeichneter Form nachgewiesen werden. Verliehen wird das Siegel in der Regel für den Zeitraum von drei Jahren. Während dieser Zeit profitieren die Vereine von einer Vielzahl an Unterstützungen des Deutschen Schachbundes. Übergeben wurde das Siegel bereits am Dienstag, den 29. Juni um 18 Uhr in den Räumlichkeiten der GETEC- Firmenzentrale in Magdeburg durch den Geschäftsführer der Deutschen Schachjugend, Jörg Schulz, welcher extra zu diesem Termin aus Berlin angereist war. Die GETEC selbst ist langjähriger Unterstützer der Schachzwerge Magdeburg und wurde zu diesem Anlass durch Gerhard Andres vertreten. Danksagungen und Gratulationen an die Schachzwerge erfolgten des Weiteren durch Jens Eckhardt, den Vorstandsvorsitzenden der Stadtsparkasse und Rainer Voigt, den Vizepräsidenten des Landessportbundes, sowie durch Ruderolympiasieger André Willms, der die Stadt Magdeburg vertrat und den Präsidenten des Landesschachverbandes Andreas Domaske, welcher sich im Rahmen der Siegelübergabe auch als Fußballkommentator versuchte. Anlass dafür war ein Match zwischen Tobias Morgenstern und Ole Zeuner, welche beide vor kurzem an der Deutschen Juniorenmeisterschaft teilgenommen hatten. Ole, welcher in den Farben der brasilianischen Seleção antrat, sann auf Rache für die 7:1- Schmach von Belo Horizonte. Doch Tobias, der in den deutschen Nationalfarben am Brett saß, verteidigte sich tapfer, lag zwischenzeitlich sogar leicht in Führung und musste sich am Ende nur seiner eigenen Bedenkzeit geschlagen geben und womöglich auch dem fordernden Sportreporter Domaske, welcher die Spieler immer wieder energisch um mehr Action bat. Die gab es dann bei der Blitzstaffel. Es wurden zwei Teams aus den anwesenden Schachzwergen gebildet, welche zwischen Schachbrett und Uhr hin und her laufen mussten. Das sorgte dafür, dass es auf dem Schachbrett hoch her ging. Nachdem „Team Schwarz“ zunächst einen Läufer gewinnen konnte, schien die Partie bereits rasch entschieden zu sein. Doch weit gefehlt. „Team Weiß“ konnte sich mit einer Springergabel ins Spiel zurückkämpfen und hatte sogar zwischenzeitlich leichten Angriffsvorteil. Doch für ein Matt reichte es auch in diesem Fünfminutenmatch nicht und die Partie endete mit einem Remis. Die anwesenden Gäste waren dennoch beeindruckt, wie lustig und spannend Schach sein kann. Dass man diese Meinung durchaus teilen kann, wird man ab dem 11. bis zum 16. Juni auch wieder auf der „Schachwoche“ im Flora Park Magdeburg sehen können. Dort stehen dann unter anderem ein Vergleichskampf der Städte Magdeburg und Leipzig (12. Juli), ein Familienschachturnier (11. Juni), ein Simultanwettkampf mit der Frauengroßmeisterin Tatjana Melamed (14. Juni), ein Blindsimultan mit Jonas Roseneck und die Magdeburger Stadtjugendspiele (16. Juni) auf dem Programm. Es wird also nicht nur etwas für die kleinen sondern auch für die großen Schachfreunde der Region geboten. (659)