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Tangerzwerge für Landesschulschachfinale qualifiziert

Gavin GueldenpfennigEs gibt Momente im Leben eines Schachzwerges, die man wahrscheinlich nie vergisst und auch wenn es am Ende nicht zum Meisterpokal reichte, so war das altmärkische Schulschachregionalfinale am Mittwoch für Amon, Mattis, Matti, Theo (Tangerhütte I) und auch für Leni, Abby und Henry (Tangerhütte II) etwas ganz besonderes. In der eigenen Schachzwergehöhle und an den rot- weißen Brettern, die man lieben und zu nutzen gelernt hat, andere Schulteams zu besiegen und im Fall von Tangerhütte I sogar die Qualifikation für das Landesschulschachfinale zu schaffen, ist wohl nur durch sehr wenig zu übertreffen. Ungeschlagen kämpften sich die vier Jungs als echtes Team durch das Turnier im Dorfgemeinschaftshaus Mahlwinkel. Wenn einer patzte, dann glichen die anderen das sofort aus. Egal ob Erstklässler Mattis, der an Brett 2 spielte (!) oder Zweitklässler Theo gefordert war, beide behielten in den entscheidenden Momenten die Nerven und sicherten insgesamt fünf Siege, die durch die zahlreichen Punkte von Matti und Amon vorbereitet wurden. Schon im ersten Spiel griffen die Zahnräder perfekt ineinander. Mit 3:1 besiegte man völlig überraschend die Wander- Grundschule aus Gardelegen, den Altmarkmeister des letzten Jahres. Und auch der spätere Turniersieger aus Depekolk bis sich an unseren Tangerhütter Kids, die Zähne aus. Theo mauerte in Perfektion und schaffte am Ende sogar noch einen Sieg, nachdem die ersten beiden Bretter verlorengegangen waren. Da war klar, es kann heute um richtig viel gehen. Dieser perfekte Mechanismus hielt auch bis zum Entscheidungsspiel gegen die zweite Schachzwergeschule, die GS Am Petrikirchhof aus Stendal an. Marlon und Amon trennten sich an Brett 1 nach einem spannenden Leichtfigurenendspiel Remis, Taha aus Stendal und Matti blieben an Brett 2 und 3 gegen Mattis und Matheo ungeschlagen, sodass es am Ende an Konstantin und Theo hing. Der Sieger würde sein Team ins Landesfinale katapultieren, soviel stand fest, da parallel Depekolk die Goethe- Grundschule aus Gardelegen besiegt hatte. Kurios an diesem Duell: Beide Jungs könnten Zwillinge sein, wenn sie denn die selben Eltern hätten. Denn beide Schachzwerge haben am exakt selben Tag Geburtstag und beide spielen nahezu gleich lange bei uns Schach. Spannender hätte es also nicht sein können. Lange sah es in dieser Partie so aus, als ob Konstantin ein Remis sichern könnte, doch schließlich eliminierte Theo die letzten Schwerfiguren seines Gegners und erlegte den König mitten auf dem Feld. Damit stand fest: Die GS Am Tanger ist Altmarkvizemeister und in Weißenfels dabei. Die GS Petrikirchhof, die ebenfalls den Vorjahresmeister geschlagen hatte und auch das Stendaler Derby gegen die Bilinguale Schule für sich entscheiden hatte können, war Vierter und ausgeschieden. Ein Dejá Vu- Erlebnis, denn schon im letzten Schuljahr hatten die tapferen „Petrizwerge“ das Entscheidungsspiel gegen Tangerhütte verloren und auch damals mit 1,5:2,5. Und auch das Duell zwischen den beiden Zweitteams der Schachzwergeschulen konnten Jaron, Ina und Alina nicht für sich entscheiden. Tangerhütte II gewann mit 2,5:0,5 und gab damit die rote Laterne ab. Richtig spannend wurde es übrigens auch nach der letzten Runde nochmal. Denn zwei Spieler hatten in der erstmals ausgespielten Einzelwertung des Turniers 7 Punkte erreicht, hatten also alle Partien gewonnen. Deshalb mussten Taha (GS Petrikirchhof) und Sebastian (GS Depekolk) noch einmal ran um den ersten Platz blitzen. Taha siegte schließlich, obwohl er nicht gerne mit Schwarz spielt und sicherte damit seine erste Urkunde. Das gilt übrigens auch für Matti (GS Am Tanger), der mit 6,5 aus 7 den dritten Platz belegte. Und eines bleibt sicherlich allen Kindern im Gedächtnis: Opa Hans und Lehrerin Silke vom Heimatverein Mahlwinkel, die sich den ganzen Tag mit Unterstützung einiger Eltern liebevoll um die Verpflegung der kleinen Schachsternchen kümmerten. Sechs große Kuchenbleche, Schokoäpfel und Bockwurst ohne Ende gibt es schließlich nicht bei jedem Schachturnier. (629)

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