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Wenn Schüler ihre Lehrer besiegen

Gavin GueldenpfennigVier Tage Schachparadies, 190 Teilnehmer, Jubel, Tränen und Sensationen - so könnte man das Magdeburger Open umschreiben, und doch man kann es nicht. Man muss es erlebt haben, um die Faszination an diesem größten Turnier Sachsen- Anhalts annährend wiedergeben zu können. Zwischen dem jüngsten und dem ältesten Teilnehmer lagen sage und schreibe 77 Jahre und es waren Akteure aus insgesamt zehn Ländern und vier Kontinenten der Erde vertreten. Lediglich Spieler aus Afrika verschlug es nicht in die Ottostadt. Und mittendrin, 19 Schachzwerge, die über sieben Runden hinweg sich mit den Erwachsenen maßen. Einige von ihnen versuchten sich sogar im A- Open, der Großteil jedoch in der Editha- Gruppe, wo es mit Fabian Eschner sogar ein Schachzwerg auf Platz drei schaffte. Mit fünfeinhalb Punkten aus sieben Partien und einem abschließenden Sieg im "Spiel um Platz drei" gegen einen Schachzwerge- Trainer waren die 100 Euro Prämie dann auch mehr als verdient. Besonders erwähnenswert sind in dieser B- Gruppe auch die Leistungen des U 10- Kreismeisters Jonathan Schlange, der die Kategorie DWZ U 1400 gewann, obwohl er eigentlich in der tieferen DWZ- Gruppe U 1200 gelistet worden war. Fünf Punkte aus sieben Runden bedeuteten für Jonathan am Ende Platz sieben. Nur einen Platz dahinter landete mit Carl Friedrich Dornheim ein weiterer Schachzwerg. Zudem spielte Jonathans Bruder Jeremias mit erst sechs Jahren sein erstes offenes Turnier überhaupt mit. Die beiden Spitzenplätze dieser Gruppe gingen mit sechs Punkten aus sieben Partien sensationell an Hans Leonard Michalek vom SK Oschersleben und Anastasia Voigt vom USV Halle, deren Turnierleistung ihre DWZ um rund 600 bzw. 200 Punkte übertraf. Den Sieg im A- Open holte sich derweil Johannes Paul von der SG Aufbau Elbe Magdeburg vor Rao Srinath aus Raipur in Indien und dem Ukrainer Leonid Sobolevsky vom SV Breitenworbis. Für unsere Schachzwerge dürfte er spätestens nach diesem Sieg ein großes Vorbild sein. Johannes gab nur ein einziges Remis im ganzen Turnier ab und siegte in der Schlussrunde in einem Zeitnotkrimi gegen den bis dahin führenden Inder. Am ehesten in seine Fußstapfen treten konnte diesmal aus Schachzwerge- Sicht Til Joppich, der mit viereinhalb Punkten die Kategorie DWZ U 1900 gewann und Platz dreizehn im A- Turnier belegte. Seine Turnierleistung übertraf seine DWZ um rund 460 Punkte, was nicht nur einiges Potenzial offenbarte, sondern auch Til einen ordentlichen Motivationsschub geben dürfte. Beste Schachzwergin gemessen an der Turnierleistung war im Übrigen Anna Elisabeth Dornheim, die ihre DWZ um 170 Punkte übertraf. Auch das verdient Respekt. (417)