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Aufgabe der Woche

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Jugendbezirksliga in Halberstadt

Guido RotheDer zweite Anlauf gen Halberstadt fiel in der Hinsicht besser aus, dass es diesmal einen Gegner gab, der gegen uns antreten wollte. Es handelte sich um die erste Mannschaft, die durchgängig recht solide besetzt war und deshalb auch als Favorit in die Matches ging. Mit sechs Kindern angereist hatte der Schreiberling die Qual der Wahl bei der Aufstellung und entschied sich in der Hinrunde, die uns die weißen Steine bescherte, für die Aufstellung Fabian, Torben, Paula und Ronja. Torben beantwortete den Sizilianisch-Versuch seines Gegners mit dem Morra-Gambit, das ihm eine starke Druckstellung und baldigen Materialgewinn einbrachte, den er sicher verwertete. Etwa gleichzeitig gab es an Ronjas Brett den kuriosesten Moment des Wochenendes zu bestaunen, als ihr Gegner mit der Dame auf f1 schlug (weißer König auf e2, weißer Turm auf a1, schwarzer ungedeckter (!) Bauer auf e3 und schwarzer Turm auf f8 - um mal die Eckdaten zu erwähnen). Anschließend rief er Matt, hielt die Uhren an und begann die Figuren wieder aufzustellen. Davon beeindruckt wollte Ronja sich erst ins "Vermeidbare" fügen und nahm dann unter Schock stehend den Bauern e3 weg, wonach die Partie bald vorbei war. Paula stand lange besser, brachte sich dann mit einer Selbstfesselung in Schwierigkeiten und verlor dabei einen Turm und schließlich die Partie. Da Fabian am Spitzenbrett gegen einen starken Gegner auch nichts ausrichten konnte, ging das erste Match mit 1:3 an die Halberstädter. Das gleiche Ergebnis gab es auch im zweiten Durchlauf. Diesmal war es Fabian vorbehalten, der seinen Gegner sicher überspielte und den zwischenzeitlichen Anschlusstreffer erzielte. Torben hatte sein Pulver verschossen und stand ziemlich schnell auf verlorenem Posten. Hinten hatten wir durchgechselt und Carl und Anouk ins Rennen geschickt. Anouk hatte durchaus Chancen gegen den Mattkrakeeler, aber anstatt eine geschenkte Figur zu nehmen, verschenkte sie selber eine, und die Partie war futsch. Carl spielte sehr gut, machte dann im vorteilhaften Doppelturmendspiel einen schlechten Bauerntausch, verteidigte sich danach sehr gut und hätte sogar gewinnen können, wenn er das taktische Motiv der Ablenkung erkannt hätte, was seinen eigenen Freibauern ins Ziel geführt hätte. So marschierte der gegnerische zur Dame und damit zum Sieg. Fazit: zweimal 3:1 verloren, aber Chancen gehabt und sich gut verkauft! (373)