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Landesmannschaftsmeisterschaft u14 - Untergang auf der Wasserburg

Michael ZeunerAm heutigen Sonntag ging im thüringischen Heldrungen die Landesmannschaftsmeisterschaft u14 zu Ende. An drei Tagen spielten zwölf Teams den Landesmeister und die Qualifikationsplätze zur Norddeutschen Meisterschaft aus. Mit dabei waren auch zwei Teams unseres Vereins, für die die Voraussetzungen nicht verschiedener hätten sein können: Die erste Mannschaft ging von Setzlistenplatz zwei ins Rennen und wollte eine Medaille holen und den Teamgeist für die Deutsche Vereinsmeisterschaft u10 am Jahresende stärken. Unsere zweite Vertretung dagegen vor allem erste Turniererfahrungen in einem mehrtägigen Turnier mit langer Bedenkzeit sammeln. Verstärkt wurden Paula, Jarno und Anouk dabei vom alten Hasen Torben am Spitzenbrett. Das Fazit fällt nach drei Tagen hartem Kampf auch sehr unterschiedlich aus. Während die zweite Mannschaft starkes Schach gespielt hat, einige Punkte einsammeln konnte (mit dieser Erfahrung werden es in den kommenden Turnieren noch viel mehr werden) und viel neue Erkenntnisse mit nach Hause nimmt, landet die erste Mannschaft abgeschlagen und auch zu Recht nur auf Platz neun. Aber der Reihe nach: Nach einer entspannten Anreise mit dem Zug und einem kleinen vierzigminütigem Spaziergang trafen wir in der schönen Jugendherberge, einer sanierten Burg, auf der Thomas Müntzer früher einsaß, ein. Nach Aufbau, Mannschaftsmeldung und Mittagessen warteten die ersten Gegner. Entsprechend der Auslosungsalgorithmik war Team 1 klarer Favorit und Team 2 klarer Außenseiter. Wie das aber immer so ist, wenn sich Favoriten zu sicher fühlen, sie stolpern. Unser erstes Team fiel allerdings nicht. Nur Til musste dem zu schnellen Spiel Tribut zollen und eine Niederlage quittieren. Paula und Jarno schafften aber die Sensation gegen deutlich höher eingeschätzte Spieler und sorgten für ein 2-2, das Torben fast veredelt hätte. Gut gelaunt ging es dann also nach dem Abendessen in Runde zwei. Am zweiten Tisch saßen sich der zweitgesetzte und Rang drei der Setzliste gegenüber: Das immer junge Duell Schachzwerge gegen Roter Turm. Während wir bei der u12 noch durch Tils Marathonspiel das Unentschieden sichern konnten, gab es diesmal eine Niederlage. Thaddeus sorgte schnell für das 1-0, Ole und Fabian spielten schnell und wenig gut, So blieb es wieder Til vorbehalten den Mannschaftskampf zu entscheiden. Seine beste Turnierleistung wurde allerdings diesmal nicht belohnt, da eine Springergabel nach vier Stunden die Hoffnungen zerstörte. Team zwei hatte derweil schon den erfahreneren Weißenfelsern Tribut zollen müssen. Nachdem ich sechs der acht Betten in unserem Achtbettzimmer (ja, so was gibt es noch, dazu manche Betten in drei Meter Höhe, die JH lohnt sich wirklich anzugucken :)) konnte die Nachtruhe beginnen. Naturgemäß war sie in einem solchen Zimmer kurz. Gegen fünf startete nach unabhängigen Aussagen Tag zwei. Dieser beganng schachlich entspannt mit einem 6-2 Sieg der Schachzwerge gegen Hettstedt. Ungefährdete Siege und das schnuppern von Paula und Anouk an weiteren Punkten ließen die Stimmung steigen. Allerdings stieg sie wohl etwas zu hoch und so setzte es als klarer Favorit und mit drei Gewinnstellungen auf den Brettern eine 3.5-0.5 Klatsche gegen die Hallenser Univertretung. Auch Team 2 war am Nachmittag nicht mit Glück gesegnet. Nur Torben konnte den Punkt einfahren, der auch an den anderen Brettern möglich war. Mund abputzen, Fußball spielen, Rudern, Basketball und Tischtennis spielen, einer Hochzeit zu gucken, Kissenschlacht und Holzschwertkämpfe lenkten vom Blick auf die Tabelle und die Auslosung ab. Zu guter letzt gab es für die erste Vertretung nämlich noch unseren Partnerverein AE Magdeburg, der als haushoher Favorit auch seiner Favoritenstellung gerecht wurde und alle Spiele gewann. Alle Spiele? Genau, also auch gegen uns. 4-0, wobei Ole durchaus etwas hätte holen können. Aber wie immer an diesem Wochenende, sobald zu schnell gezogen wurde, ging es nach hinten los. Und dies war nicht so selten :) Auch unser zweites Team konnte, obwohl knapp davor, keinen Mannschaftspunkt gegen die zweite Vertretung des USV Halle holen. 3-1. Schade! Was blieb noch: Genau: die vielen sportlichen Aktivitäten, das Bettenabziehen, das Klatschen für die Sieger, das Mittagessen und ein schneller Marsch zum Zug, den wir drei Minuten vor Zugeinfahrt am Haltepunkt abschlossen. Was bleibt? Viele Erlebnisse im 8 Bettzimmer, neue tricks auf dem Schachbrett, (hoffentlich) die Erkenntnis, dass Nachdenken zu Punkten führt, ein schnelles Einschlafen am Sonntag. Was noch gesagt werden muss: Vielen Dank an Dirk Michael für die Organisation, herzlichen Glückwunsch an AE Magdeburg zum Titel und an Roter Turm Halle und den SK Dessau 93 zu Medaillen und Qualifikation zur Norddeutschen Meisterschaft. (743)