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Ole und das Siemens-Gymnasium erfolgreich bei der Deutschen Schulschachmeisterschaft

Michael ZeunerVom 28.April bis zum 1.Mai fanden im mondänen Frankfurter Vorort Bad Homburg die Deutschen Schulschachmeisterschaften in der WK 4 (Jahrgang 2003 und jünger) statt. Als Vizelandesmeister startete auch eine Vertretung des Werner-von-Siemens-Gymnasiums im Wettstreit der besten Schulen Deutschlands. Das Team spielte bereits im vergangenen Jahr in der gleichen Aufstellung bei den nationalen Meisterschaft und bestand aus Ole, Simon (beide Klasse 6/2), Leon (7/3) und Sebastian (6/2). Nachdem im letzten Jahr mit Paltz 7 bereits eine sehr gute Platzierung gelang, wollten wir diesmal einen der großen Pokale gewinnen, die es ab Platz 5 gibt. Die An- und Abreise mit der Deutschen Bahn war auch in diesem Jahr nicht ganz unproblematisch, weil die ICE Strecke zwischen Kassel und Hannover saniert wurde. Durch zusätzliche Probleme im halleschen Stellwerk verlängerte sich so die Hinfahrt auf sieben Stunden, die größtenteils mit Tandemduellen überbrückt wurden. Am Donnerstag konnten wir dann gegen 16 Uhr in der Jugendherberge einchecken. Nach dem obligatorischen Zimmer- und vor allem Bettenbeziehen, stand das Mannschaftsfoto und Erkunden der Jugendherberge und Umgebung auf dem Programm. Am Abend gab es dann die stimmungsvolle Eröffnung der Meisterschaft und die Auslosung der ersten Runde. Bei einem Blick auf die Setzliste fanden wir uns auf Platz 6 wider und konnten feststellen, dass die Meisterschaft qualitativ einen Sprung zum letzten Jahr gemacht hat. Freitag früh startete dann das Turnier mit der Begegnung gegen den Berliner Vizemeister. Nominell gingen wir als Favorit in diesen Wettkampf, allerdings haben vor allem die ersten Runden immer ihre eigenen Gesetze. Die Jungs spielten konzentriert und erspielten mit einem etwas glücklichen 3-1 die ersten Mannschaftspunkte. Drei Bretter des Wettkampfes gingen über die komplette Zeit und sollten einen Hinweis auf den weiteren Verlauf geben. Unsere Wettkämpfe waren meist die längsten der jeweiligen Runde. In Runde eins verblieb Leon beim Mattsetzen noch genau eine Sekunde auf der Uhr, Oles Gegner hatte noch eine Restsekunde als Ole die Zeit überschritt. Runde zwei brachte einen leichten 4-0 Pflichtsieg gegen Bremen. Als „Belohnung“ durften wir die letzte Vormittagsrunde an Tisch 1 gegen das Cantor-Gymnasium Halle, den großen Favoriten auf den Turniersieg, antreten. Das Lokalderby ging auch in diesem Jahr klar an die Hallenser, auch wenn wir an Brett 1 und 4 ein paar Brettpunkte liegen ließen. Nach dem Mittagessen gab es mit dem Gymnasium Oberursel den ersten gleichwertigen Gegner und damit das erste wichtige Duell. Schnelle Siege von Leon und Sebastian brachten uns 2-0 in Führung. Allerdings mussten Ole und Simon (sehr unglücklich) noch Niederlagen hinnehmen, so dass am Ende ein 2-2 auf der Anzeigetafel stand. Vor dem Ausgleich beim Minigolf stand so noch etwas Geschwindigkeitüben auf dem Programm. Das Training zahlte sich auch gleich beim Tandemturnier aus. Während sich "Kroketten-Klaus“ (Ole und Leon) mit sieben auf einen Streich souverän den Tandemtitel sicherten, landeten „Apfelkuchen“ (Simon und Sebastian) auf einem starken vierten Platz. Mit dem Sieg kam auch ein kleines logistisches Problem auf uns zu: Wie bekommen wir die riesigen Pokale mit dem Zug gen Magdeburg. Am Samstag morgen setzten wir das Punktesammeln fort und besiegten Lübeck souverän 3-1. Das anschließende Duell gegen den Favoritenschreck aus Hamburg (unser letztjähriger Erstrundengegner) ging leider knapp verloren. Nach dem Mittag kamen wir aber mit einem 3,5-0,5 Siegen gegen Dresden wieder in die Erfolgsspur zurück. 14.15 Uhr ging es dann zur Besichtigung der Saalburg, die in der Antike Bestandteil der Limes-Sicherung des römischen Reiches war. Vor Ort gab es einige Vorführungen und die Möglichkeit alte anitike Spiele auszuprobieren. Damit die Bewegung nicht zu kurz kam, wanderten wir die 7km zur Jugendherberge zur Freude des Teams zurück. Mit aufgeladenem Akku ging es dann für die vier Siemensianer zum abendlichen Grillen und der Vorbereitung auf Aschaffenburg. Dieses Duell sollte eine Vorentscheidung um den fünften Platz bringen. Top vorbereitet und engagiert ließen die vier den Bayern keine Chance und durften ein 3,5-0,5 Sieg in den Meldezettel eintragen. Die letzte Runde hatten wir gegen den späteren Vizemeister, das Herder Gymnasium Berlin zu bestreiten. Mit einem Sieg war der dritte Platz noch greifbar. Nach hartem Kampf mussten wir uns allerdings 4-0 geschlagen gegeben, auch wenn mindestens ein Brettpunkt verdient gewesen wäre. Am Ende kamen wir mit 11 Punkten und der stärksten Zweitwertung des Turniers auf einem guten 5. Platz ein. Basis dafür war eine geschlossene Mannschaftsleistung. Dabei kann das Team in fast gleicher Aufstellung auch im nächsten Jahr in dieser Altersklasse spielen. Dabei wollen wir dann mindestens einen Medaillenrang an die Elbe bringen! Last but not least: Das Team und die Betreuer danken: dem Förderverein des Siemens-Gymnasiums für die großzügige Unterstützung dem Ausrichter der Schachjugend Herborn um Simon M. Claus für eine tolle Ausrichtung (782)